Trinkwasserpreisanpassung zum Jahreswechsel
Die Trinkwasserpreise setzen sich aus zwei Komponenten zusammen: Dem Verbrauchspreis, der für jeden tatsächlich verbrauchten Kubikmeter Wasser berechnet und wird, und dem monatlichen Grundpreis, der von der Größe des Wasserzählers abhängt. Der Verbrauchspreis bleibt für Kunden der Stadtwerke Saarbrücken seit zwölf Jahren unverändert bei 2,11 Euro (brutto) pro Kubikmeter. Somit kosten nach wie vor 1.000 Liter Trinkwasser 2,11 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Hinzu kommt der verbrauchsunabhängige Grundpreis gestaffelt nach Zählergröße. Der Grundpreis für den gebräuchlichsten Wasserzähler Qn 2,5 beträgt statt bisher 26,55 Euro zum Jahreswechsel 30,50 Euro brutto.
Trinkwasser - adpic / SW
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Warum die Anpassung notwendig ist
„Um auch langfristig eine hohe Qualität der Wasserversorgung sicherstellen zu können, investieren wir kontinuierlich in die Instandhaltung und den Ausbau unserer Trinkwasseranlagen und -netze,“ erklärt Stadtwerke Saarbrücken Netz-Vorstand Ivars Gludausis. Neben allgemeinen Preissteigerungen machen auch geplante Investitionen alleine in 2026 in Höhe von 13,2 Millionen Euro in die Wasserinfrastruktur die Preisanpassung erforderlich. Allein 1,8 Millionen Euro fließen in die Erneuerung der Wassernetze und 7,3 Millionen in die Trinkwasseranlagen wie beispielsweise in die neue Filterhalle des Trinkwasserwerks Rentrisch.
Auswirkungen für die Haushalte
Ein Vier-Personen-Haushalt in einem Einfamilienhaus (Qn 2,5), der 12,5 Kubikmeter Wasser im Monat verbraucht, zahlt künftig 56,88 Euro (brutto) anstatt 52,93 Euro. Die monatliche Mehrbelastung beträgt 3,95 Euro. Würde dieselbe Musterfamilie in einem 5-Parteien-Haus (Qn 6) mit einem zentralen Wasserzähler leben und der Wasserverbrauch würde ebenso 12,5 Kubikmeter betragen, liegt die monatliche Mehrbelastung bei 1,42 Euro.
Weit verzweigte Infrastruktur des Trinkwassernetzes
Das Wasserversorgungsnetz der Stadtwerke Saarbrücken ist rund 850 Kilometer lang. Zur Infrastruktur zählen zwei eigene Wasserwerke in Rentrisch und St. Arnual, 394 Kilometer Hausanschlussleitungen, 15 Pumpstationen, 21Trinkwasserhochbehälter, 41 Druckminderungs- und sieben Druckerhöhungsanlagen sowie 40 Brunnen.