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Das neue digitale Energienetz Ihrer Stadtwerke Saarbrücken

In den kommenden drei Jahren werden die Stadtwerke zehn Prozent der rund 130.000 Stromzähler im 2.100 Kilometer langen Stromnetz wechseln. Gründe dafür sind das 2016 verabschiedete Bundesgesetz und der technische Fortschritt in der Messtechnik, von dem auch Sie als Verbraucher profitieren sollen.

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Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende

S’martina, die clevere Botschafterin der Stadtwerke Saarbrücken

Smartina

Warum werden die Stromzähler gewechselt?

Das „Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende“ wurde vom Bund beschlossen. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromversorgung steigt kontinuierlich an. Immer mehr Stromverbraucher sind zugleich auch Produzenten. Das führt dazu, dass Stromerzeugung, Verbrauch und Stromnetze miteinander verknüpft werden müssen, um das Stromnetz stabil zu halten.

Was kann die neue Technik und was bringt sie Ihnen?

Bei den neuen digitalen Zählern wird unterschieden zwischen „modernen Messeinrichtungen“ und „intelligenten Messsystemen“. Eine moderne Messeinrichtung ist ein digitaler Stromzähler, der die Stromverbrauchsdaten auf einem Display darstellt und zusätzlich speichert. Sie können sich bei Bedarf für die letzten 24 Monate Ihren Stromverbrauch tages-, wochen-, monats und jahresbezogen direkt an der Messeinrichtung anzeigen lassen.

Wird diese moderne Messeinrichtung um eine Kommunikationseinheit – das sogenannte Smart-Meter-Gateway – ergänzt, spricht man von einem intelligenten Messsystem. Diese Messsysteme speichern und übermitteln die Messdaten in festlegbaren Intervallen automatisch per Datenfernübertragung an den Messstellenbetreiber.

Wer ist von der Umstellung der Stromzähler betroffen?

Deutschlandweit werden bei allen Stromkunden ab Sommer 2017 sukzessive moderne Messeinrichtungen eingebaut. Bis zum Jahr 2032 werden so sämtliche bisherigen Stromzähler in Deutschland ausgetauscht sein.  Dies geschieht im Zuge von erforderlichen Zählerwechseln in Folge des Ablaufs der Zulassungszeit des bisherigen Zählers und auch bei Neu- und Umbauten. Der Einbau intelligenter Messsysteme hingegen erfolgt stufenweise. Stromkunden mit hohem Verbrauch und Betreiber größerer Energieerzeugungsanlagen werden beim Einsatz der intelligenten Messsysteme eine Vorreiterrolle übernehmen. Da hier die erwarteten Einsparpotenziale am größten sind. Ab dem zweiten Halbjahr 2018 erhalten daher zunächst Stromkunden, die in den vergangenen drei Jahren im Schnitt mehr als 10.000 Kilowattstunden pro Jahr verbraucht haben, sukzessive ein intelligentes Messsystem. Gleiches gilt bei Stromerzeugern mit Photovoltaik oder Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen ab sieben Kilowatt installierter Leistung. Ab dem Jahr 2020 werden dann auch Stromkunden mit einem jährlichen Aufkommen von mehr als 6.000 Kilowattstunden sukzessive mit intelligenten Messsystemen ausgerüstet. Für alle, die an die Datenübertragung angeschlossen sind, entfällt das Ablesen der Zähler am Jahresende.

Wie sicher sind meine Daten?

Die Anforderungen an den Datenschutz und die -sicherheit sind bei uns gesetzlich geregelt und die Bestimmungen für Datenschutz und Datensicherheit sind streng. Diese sind in Deutschland deutlich schärfer als in anderen Ländern der Europäischen Union – mit den weltweit höchsten Anforderungen.

Wann wird mein Stromzähler gewechselt?

 

Ab Sommer 2017 kommen die modernen Messeinrichtungen zum Einsatz. Voraussichtlich beginnt der Einbau intelligenter Messsysteme im zweiten Halbjahr 2018. Alle Kunden erhalten schriftlich eine Ankündigung. Danach folgt ein Schreiben mit dem konkreten Termin für den Austausch.

Was kostet mich der neue Stromzähler?

Abhängig vom Verbrauch bzw. der Einspeiseleistung hat der Gesetzgeber die Preise mit Obergrenzen festgelegt. Für moderne Messeinrichtungen liegt die Grenze bei 20 Euro brutto im Jahr. Die Preise für intelligente Messsysteme sind nach Verbrauch bzw. Einspeiseleistung gestaffelt und beginnen mit 23 Euro brutto im Jahr.

Die Preise für die neuen Messdienstleistungen gemäß MsbG sind im Gesetz vorgegeben. Sie finden sich im Downloadbereich auf dem entsprechenden Preisblatt der Stadtwerke Saarbrücken Netz AG („Preise für den Messstellenbetrieb von modernen Messeinrichtungen (mME) und intelligenten Messsystemen (iMsys) gemäß Messstellenbetriebsgesetz (MsbG)“) .