Glossar

Was bedeutet Nachhaltigkeit? Wie funktioniert Kraft-Wärme-Kopplung? Was ist eine GWh? Unser Glossar erklärt die wichtigsten Begriffe im Zusammenhang mit Energieerzeugung.

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Abwärme

Abwärme ist der bei der Kraft- oder Wärmeerzeugung oder bei chemischen Prozessen anfallende Anteil an Wärmeenergie, der ungenutzt in die Umwelt entweicht.

Blockheizkraftwerk (BHKW)

Blockheizkraftwerke sind Anlagen zur Erzeugung von Wärme und elektrischer Energie mit dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung.

Funktionsweise: Ein Motor (z. B. Verbrennungsmotor, Dampfmotor oder Stirling-Motor) treibt einen Generator an, dieser erzeugt dann Strom. Durch den Betrieb des Motors wird Wärme erzeugt, die mithilfe eines sogenannten Wärmetauschers nutzbar gemacht wird. Der erzeugte Strom kann sofort an Ort und Stelle verbraucht werden oder in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Ebenso kann die erzeugte Wärme in ein Fernwärmenetz abgegeben werden.

Dezentrales Kraftwerk

Bei einer dezentralen Stromerzeugung wird elektrische Energie verbrauchernah erzeugt, z. B. innerhalb oder in der Nähe von Wohngebieten und Industrieanlagen. Die Leistungsfähigkeit der Stromerzeugungsanlagen ist in der Regel nur auf die Deckung des Energiebedarfs der unmittelbar angeschlossenen Stromverbraucher ausgelegt. Überschüssige Energie wird gegebenenfalls in ein Stromnetz eingespeist.

Gas- und Dampfturbinenanlage

Es handelt sich hierbei um Anlagen, die Gas- und Dampfturbinen kombinieren. Im Bereich der Gasturbine wird über einen Generator elektrische Energie erzeugt. Für den Betrieb der Gasturbine können gasförmige oder flüssige Brennstoffe eingesetzt werden. Die bei diesem Prozess entstehenden heißen Abgase finden in einem Abhitze-Dampfkessel zur Erzeugung von Wasserdampf Verwendung.
Der Dampf wird anschließend über einen herkömmlichen Dampfturbinenprozess entspannt. Mit Hilfe eines weiteren Generators wird also auch im Bereich der Dampfturbine zusätzlich elektrische Energie erzeugt. Der Gesamt-Wirkungsgrad eines kombinierten Heizkraftwerks liegt mit bis zu 90 % über dem von herkömmlichen Heizkraftwerken. Diese Anlagen machen sich somit das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung zunutze. Neben der Umsetzung von ca. 45 % der Brennstoffenergie zur Stromerzeugung, werden zusätzlich 40 % der Einsatzenergie zur Wärmeerzeugung genutzt.

Generator

Ein Generator ist eine Maschine zur Umwandlung von mechanischer Energie in elektrische Energie.

Gigawattstunde (GWh)

Eine Wattstunde (Wh) ist eine Energieeinheit. Sie entspricht der Energie, die eine Maschine von einem Watt in einer Stunde aufnimmt. Das Tausendfache einer Wattstunde ist die Kilowattstunde (kWh). In kWh werden vor allem Strom-, aber auch Heizwärmekosten abgerechnet. Eine Megawattstunde (MWh) ist das Tausendfache einer kWh. Eine Gigawattstunde (GWh) ist das Tausendfache einer Megawattstunde(MWh).

Kohlendioxid (CO2)

Kohlendioxid ist ein farbloses, nicht brennbares Gas, das in der Luft und in Mineralquellen vorkommt. Es entsteht als Hauptprodukt aus jeder Verbrennung und ist das wichtigste anthropogen erzeugte klimawirksame Spurengas. Ein Anstieg des CO2-Anteils in der Atmosphäre verursacht neben anderen Treibhausgasen eine weitere Erwärmung der Erdatmosphäre, was unter dem Begriff des Treibhauseffektes bekannt ist.

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)

Kraftwerke, die nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsprinzip (KWK) arbeiten, wird neben Strom auch nutzbare Wärme erzeugt. Diese Wärme wird entweder zu Heizzwecken oder für die industrielle Produktion verwendet.  
Vorteil der KWK-Anlagen ist die Vermeidung von ungenutzter Abwärme, die sonst über Kühltürme an die Umwelt abgegeben wird. Dadurch verbessert sich der Wirkungsgrad eines Kraftwerks auf über 80 %. Auch bei modernen konventionellen Kohlekraftwerken werden lediglich Wirkungsgrade von ca. 45 % erreicht. Außerdem wird durch KWK ein größerer Anteil der eingesetzten Energie genutzt und der Brennstoffbedarf verringert sich. 

Masterplan Energie (Saarland)

Der Masterplan Neue Energien beschreibt erstmalig detailliert Ziele und Maßnahmen für eine zukunftsorientierte Energieversorgung im Saarland, die den Kriterien Ressourcenverfügbarkeit, Umwelt- und Klimaschutz, Sozialverträglichkeit, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit dauerhaft Rechnung trägt. Es werden die Herausforderungen und Perspektiven des Energie- und Industriestandorts Saarland vor dem Hintergrund einer Vorrangpolitik für Erneuerbare Energien, erheblichen Energieeffizienzsteigerungen und einem Klimaschutzziel von 80 % CO2-Einsparung bis zum Jahr 2050 beschrieben und daraus ein Aktionsprogramm abgeleitet.

Methan

Methan (CH4) ist ein farbloses, geruchloses, ungiftiges Gas , das zu Kohlendioxid und Wasser verbrennt. Methan gehört zu den klimarelavanten Treibhausgasen. Es kann als Brenn- und Heizgas verwendet werden.

Nachhaltigkeit

Nachhaltige Entwicklung beschreibt nicht mehr nur das ökonomische Wachstum als Ziel, sondern gleichberechtigt auch den Schutz der Umwelt und die gesellschaftliche Solidarität. Nachhaltigkeit ist das Zusammenwirken von Ökonomie und Ökologie mit dem Ziel den folgenden Generationen die gleichen Chancen zur wirtschaftlichen Entwicklung zu geben, wie die heute lebenden Generationen.

Turbine

Turbinen werden angetrieben durch strömende Mittel wie Wasser, Dampf und Gas, deren Energie natürlichen Ursprungs (z. B. Windturbine) oder durch Verdichtung (z. B. Pressluftturbine) oder durch Erwärmen (Dampfturbine, Gasturbine) erzeugt sein kann.

Wirkungsgrad

Der Wirkungsgrad stellt das Verhältnis von nutzbarer zu aufgewendeter Energie bzw. Arbeit oder Leistung dar. Im Gegensatz zum Nutzungsgrad enthält der Wirkungsgrad allerdings auch eventuell auftretende Verluste, wie z.B. den Abgasverlust, Abstrahlungsverlust, Betriebsbereitschaftsverlust.